Ein Tennisschläger soll gut in der Hand liegen, kontrollierte Schläge ermöglichen und möglichst nicht nach wenigen Matches auseinanderfallen. Chanel setzte bei seiner Sportkollektion noch eine weitere Priorität: Das Sportgerät musste selbstverständlich auch zur Handtasche passen.
Der Tennisschläger der französischen Luxusmarke verbindet ein tatsächlich spielbares Racket mit den typischen Chanel-Codes. Schwarz und Weiß bestimmen das Design, das berühmte Doppel-C darf nicht fehlen und selbst der Transport auf den Tennisplatz wird mit einer passenden Hülle zur modischen Inszenierung.
Regulär ist der Schläger heute nicht mehr bei Chanel erhältlich. Dafür ist er auf dem Sammlermarkt deutlich interessanter geworden. Aus einem ungewöhnlichen Sportaccessoire ist ein seltenes Stück Chanel-Geschichte geworden, für das inzwischen Preise von mehreren Tausend Euro verlangt oder bezahlt werden.
Punkt, Satz und Sieg für Chanel
Der Chanel-Tennisschläger stammt aus einer Zeit, in der Luxusmarken begannen, nahezu jedes Freizeitvergnügen mit ihren Logos zu veredeln. Neben Handtaschen, Schuhen und Schmuck erschienen immer häufiger Sportgeräte, die weniger für das nächste Grand-Slam-Finale als für einen stilvollen Auftritt im Country Club gedacht waren.
Das Racket setzt auf die klassische Farbkombination aus Schwarz und Weiß. Das Doppel-C ist prominent auf der Bespannung zu sehen. Je nach Ausführung kommen weitere Verzierungen, Lederdetails und eine passende Schlägerhülle hinzu.
Ein heute angebotener weiß-schwarzer Chanel-Schläger besteht laut Händlerangaben aus Graphit und wiegt rund 275 Gramm. Damit bewegt er sich zumindest beim Material und Gewicht grundsätzlich im Bereich eines echten modernen Tennisschlägers. Es handelt sich also nicht nur um ein reines Dekorationsobjekt.
Ob ambitionierte Turnierspieler damit wirklich ihre Matchbälle schlagen würden, ist eine andere Frage. Wer einen seltenen Chanel-Schläger besitzt, dürfte beim Gedanken an Kratzer, Sandplatzstaub und einen temperamentvollen Schlägerwurf eher nervös werden.
Was kostet der Chanel-Tennisschläger heute?
Einen offiziellen Neupreis gibt es nicht mehr, da Chanel den Tennisschläger aktuell nicht regulär anbietet. Der Wert hängt deshalb von Modell, Alter, Zustand, Zubehör und Herkunft ab.
Ein gebrauchtes weiß-schwarzes Graphitmodell wurde zuletzt von einem Pariser Vintage-Händler für 1.700 Euro angeboten. Für besonders seltene Varianten können die Preise wesentlich höher liegen.
Bei einer Christie’s-Auktion wurde 2023 ein Chanel-Tennisschläger aus der Zeit um das Jahr 2000 versteigert. Das Auktionshaus hatte den Wert zunächst auf lediglich 500 bis 700 US-Dollar geschätzt. Tatsächlich fiel der Hammer erst bei 4.410 US-Dollar.
Auch Sotheby’s bot bereits einen Chanel-Schläger aus Eichenholz mit passendem Tennisball für 3.450 US-Dollar an. Solche Preise zeigen, dass Chanel-Sportgeräte längst nicht mehr nur als kuriose Modeaccessoires gelten. Gut erhaltene Exemplare sind zu Design- und Markensammlerstücken geworden.
Der einstige Verkaufspreis von rund 350 Euro wirkt dagegen fast bescheiden. Wer den Schläger damals gekauft und nicht auf dem Platz malträtiert hat, könnte heute ein überraschend wertvolles Stück im Schrank haben.
Sportgerät oder Luxusdekoration?
Technisch kann man mit einem Chanel-Tennisschläger durchaus spielen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass er mit aktuellen Performance-Modellen von Wilson, Head, Babolat oder Yonex mithalten kann. Bei Chanel steht nicht die Entwicklung eines Turnierschlägers für Profis im Vordergrund, sondern die Verbindung aus Sport, Mode und Markenwirkung.
Genau darin liegt heute sein Reiz. Ein normaler Tennisschläger wird gekauft, bespannt und irgendwann ersetzt. Der Chanel-Schläger wird gesammelt, ausgestellt oder zusammen mit seiner Hülle wie ein Modeobjekt behandelt.
Für einen entspannten Satz auf dem privaten Tennisplatz reicht er vermutlich aus. Sein größter Vorteil zeigt sich jedoch schon vor dem ersten Aufschlag: Kaum ein anderer Schläger macht bereits beim Betreten des Courts so deutlich, dass hier nicht nur um Punkte, sondern auch um Aufmerksamkeit gespielt wird.
Ja. Verschiedene Ausführungen wurden als funktionsfähige Tennisschläger aus Graphit oder anderen Materialien gefertigt. Wegen ihres Sammlerwerts werden sie heute jedoch häufig eher ausgestellt als gespielt.
Für gebrauchte Modelle werden je nach Ausführung und Zustand etwa 1.700 Euro oder mehr verlangt. Ein seltenes Exemplar erzielte bei Christie’s sogar 4.410 US-Dollar.
Auf der aktuellen Chanel-Website ist kein regulär erhältlicher Tennisschläger zu finden. Die Modelle werden überwiegend auf dem Vintage- und Auktionsmarkt gehandelt.
Ein bekanntes weiß-schwarzes Modell besteht aus Graphit und wiegt etwa 275 Gramm. Daneben existieren weitere Varianten, unter anderem aus Holz und Carbon.
Der Preis entsteht weniger durch eine außergewöhnliche Tennistechnik als durch die Marke, das seltene Angebot, das charakteristische Design und den zunehmenden Sammlerwert.
Einzelne Exemplare haben deutlich an Wert gewonnen. Ob sich diese Entwicklung fortsetzt, hängt jedoch stark von Seltenheit, Zustand, Zubehör und Nachfrage ab.












